Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015 - page 6

TransaktionenWohnimmobilien
Ein-u.Zweifamilienhäuser/Eigentumswohnungen
Teilmärkte entwickeln sichunterschiedlich
DieTransaktionszahlenvonWohnimmobilien inDeutsch-
land sindvon einer hohenDynamikgeprägt. Inden45von
Engel&Völkers betrachtetenStädten (k.A. fürWürzburg)
ist imHinblick auf dieTransaktionszahlen jedoch eindeut-
licher Unterschied zwischen denTeilmärktenEigentums-
wohnungenundEin- undZweifamilienhäuser erkennbar.
WährenddieAnzahl derverkauftenEigentumswohnungen
2013um4.930 (–4,3%) auf 110.143gesunken ist, hat das
Transaktionsvolumen in diesem Zeitraum um rund 255
Mio. EUR (+1,2%) zugenommen und lag 2013 in den
betrachtetenStandortenbei ca. 21,3Mrd. EUR. Insbeson-
dere einige Universitätsstädte wie Flensburg (+57%),
Chemnitz (+52%) und Kiel (+33%) sorgten mit einem
deutlichenUmsatzanstieg für dieses Ergebnis. Insgesamt
konnten 22 Städte ein Plus imTransaktionsvolumen ver-
zeichnen. Bei einerVielzahl der imMarktbericht abgebil-
deten Standorte registrierte Engel &Völkers eine hohe
Nachfrage und ein knappesAngebot. DieseBeobachtung
spiegelt sich in derAbnahme der Transaktionsanzahl und
desTransaktionsvolumens imTeilmarkt derEin- undZwei-
familienhäuserwider. Innur 17der 45Standortekam es zu
einemAnstiegderAnzahl der gehandeltenObjekte. Insge-
samt sank dieAnzahl der verkauften Objekte um 1.084
(–3,8%) auf 27.578. Das Transaktionsvolumen nahmmit
177,3Mio. EUR (–1,9%) auf rund9,1Mrd. EURdagegen
nicht ganz so stark ab.Ausschlaggebend für dieseEntwick-
lung ist derRückgangderAnzahl der gehandeltenObjekte
unddesTransaktionsvolumens in umsatzstarkenMetropo-
lenwieFrankfurt (–160,5Mio. EUR) undMünchen (–157
Mio. EUR). Insgesamt wurde zwar in 26 Standorten ein
AnstiegdesTransaktionsvolumens gegenüber demVorjahr
festgestellt. Doch starke Umsatzzuwächse in kleineren
StädtenwieKonstanzmit 66% (+22,1Mio. EUR) fallen
gegenüber demRückgang indenMetropolennicht so stark
insGewicht.
In der Regel ist das Ranking der Transaktionsumsätze in
den untersuchtenStädten an dieEinwohnergröße und den
Gesamtbestand anWohnimmobilien gekoppelt. Dement-
sprechend liegendiedeutschenMetropolen auf denvorde-
renPlätzen.Aber auchkleineStandorte erreichendurch ihr
hohes Preisniveau und reges Transaktionsgeschehen hohe
Positionen imRanking.
Berlin überholt München imRanking Transaktions-
umsatz bei Eigentumswohnungen
ImRankingder absolutenTransaktionsvoluminabei Eigen-
tumswohnungenhatBerlinmit einemVolumenvon ca. 4,3
Mrd. EURMünchen von der Spitzenposition verdrängt.
DieHauptstadt steigerte ihrRekordergebnisvon2012 aber-
mals um14,4%gegenüber demVorjahr.München liegtmit
rund3,8Mrd. EURUmsatzvolumenhinterBerlin, gefolgt
vonHamburgmit ca. 1,8Mrd. EUR. Das größteUmsatz-
wachstum unter denTop-10-Städtenverzeichnete Leipzig
mit einemGewinn von 16,8% gegenüber 2012.Auch die
imEinwohnervergleich kleinere StadtAugsburgmit rund
276.500Einwohnern konnte sichmit einemUmsatzvolu-
men von rund 478,1Mio. EUR in denTop 10 platzieren.
Kiel hat sich mit einem Umsatzzuwachs von 33 % auf
137,9Mio. EUR um fünf Plätze gegenüber demVorjahr
verbessert.DienördlichsteStadt Flensburgverbuchte2013
das höchsteUmsatzplusvon57,1%undklettertedamit von
Rang43 auf 41.DieVolatilität desMarktes spiegeltKassel
wider: In 2012 machte die documenta-Stadt mit einem
Rekordanstiegvon46% auf sich aufmerksam. 2013fiel sie
durch den stärkstenUmsatzrückgang von rund 31% ins
Gewicht.Mit dem höchsten durchschnittlichenTransakti-
onsumsatz von rund 379.000 EUR belegt Starnberg als
kleinste, aber kaufkraftstarkeStadt denvorletztenPlatz im
RankingderTransaktionsvoluminabei Eigentumswohnun-
gen. Baden-Badenmit rund 55.000Einwohnern liegt mit
einemUmsatzvolumen von 102,6Mio. EUR auf Platz 31
und noch vor mittelgroßenGroßstädtenwie Kassel oder
Rostock.
Hamburg bleibt Spitzenreiter beim Ranking Trans-
aktionsumsatzEin- undZweifamilienhäuser
Die Spitzenposition bei Ein- und Zweifamilienhäusern
nimmt erneut Hamburgmit rund 1,32Mrd. EURUmsatz-
volumen ein, gefolgt vonBerlinmit ca. 1,15Mrd. EUR.
Die größte deutsche Stadt verzeichnete auch den größten
Umsatzanstieg unter den Top-10-Städten mit 16,4 %
gegenüber demVorjahr und knackte erstmals dieMilliar-
denmarke. Die Millionenstädte München mit 766 Mio.
EURundKölnmit 596Mio. EURUmsatzbelegenPlatz3
und 4 der Rangliste.Mit einemTransaktionsvolumen von
384,5Mio. EUR ist auchdieHansestadtBremenunter den
Top-5-Städten platziert. Die Erhöhung der Grunderwerb-
steuer 2014 in Schleswig-Holstein trug dazu bei, dass das
Umsatzvolumen 2013 gegenüber demVorjahr überdurch-
schnittlich in den Städten Lübeck (+54,6 %), Kiel
(+49,4 %) und Flensburg (+25,9 %) gestiegen ist. Die
kaufkraftstarken, aber gemessen an der Einwohnerzahl
kleinsten Standorte heben sichmit ihrem hohen Preisni-
veau im Ranking hervor. So belegt Bad Homburg mit
107,9Mio. EUR den 26. Platz vor denGroßstädtenDres-
denundLeipzig. Baden-Badennimmtmit 60,8Mio. EUR
Umsatz Platz 34 ein und Starnberg hat sich als kleinster
Standortmit rund23.000EinwohnernRang38gesichert.
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