Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015 - page 5

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Quelle: StatistischesBundesamt
2008
2012
Anzahl
Baufertigstellungen je1.000HaushaltenachBundesländern
2008
2012
Berlin
Hamburg
Sachsen
Bremen
Sachsen-
Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Thüringen
Deutschland
Brandenburg
Hessen
Schleswig-Holstein
Bayern
Baden-Württemberg
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Mecklenburg-Vorpommern
diesenMetropolenwurden imZeitraum 2012/2013 etwa
39.000 Baugenehmigungen pro Jahr registriert. Stark an
Attraktivität gewinnt derNeubauvon Eigentumswohnun-
gen.Hier zogdieZahl derBaugenehmigungen imvergan-
genen Jahr um 15,3% auf 66.355 an. DerAnstieg schlägt
sich allerdings erst zeitversetzt indenBaufertigstellungen
nieder. Die Zahl der 2013 fertiggestelltenWohneinheiten
lag laut Statistischem Bundesamt bei 214.817. Dies
entspricht einem Zuwachs von 7,2 % gegenüber dem
Vorjahr.Bezogen auf dieHaushalte inDeutschland,welche
letztendlich dieTräger der Nachfrage sind, wurden 2012
imDurchschnitt lediglich5,2Wohnungenpro1.000Haus-
halte neu errichtet. In Niedersachen hat sich 2012 im
Vergleich zu2008dieAnzahl der fertiggestelltenWohnun-
gen pro 1.000Haushalte von 3,6 auf 5,8 erhöht. Bayern
konntediehöchsteFertigstellungsratemit 7,5Wohnungen
pro 1.000Haushalte 2012 aufweisen. Die steigende Zahl
der Baufertigstellungen deckt aber immer noch nicht die
vomBundesinstitut für Bau-, Stadt- undRaumforschung
(BBSR) langfristig geforderten 256.000Wohneinheiten
pro Jahr undwird indenBallungsräumenundUniversitäts-
städtenvorerst keinemerklicheEntspannung auf demWoh-
nimmobilienmarkt bringen.
HoheNachfrage trifft auf knappesAngebot –Rückgang
der Immobilienverkäufe
DieAnzahl der gehandelten Objekte auf demMarkt für
Eigentumswohnungen undEin- undZweifamilienhäuser
ist 2013 imVergleich zu2012 trotzdesAnstieges derZahl
der Baufertigstellungen an den betrachteten Standorten
insgesamt leicht rückläufig.Bei Eigentumswohnungenwar
jedoch eine Erhöhung des Verkaufsvolumens zu
beobachten, während der Umsatz bei Ein- und
Zweifamilienhäusern leicht abnahm.Ausschlaggebend ist
hier derAnstiegdesVerkaufsumsatzesvonEigentumswoh-
nungen inBerlin, der einVolumenvon rund4,3Mrd. EUR
erreichteunddamit um14,4%gegenüber 2012 zulegte. Im
Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser ist dieAnge-
botsknappheit besonders indenTopstädten zu spüren.Mit
AusnahmevonBerlinundHamburgwurde inKöln,Mün-
chen und Frankfurt amMain einRückgang der Zahl der
Transaktionenverzeichnet.
Ausblick
Bedingt durch den größtenteils positiven demografischen
Trendwird die Entwicklung desWohnimmobilienmarkts
in den vonEngel &Völkers betrachteten Standortenmit-
telfristig von einer steigenden Nachfrage geprägt sein.
Auch eineSättigungderNachfrage imLuxussegment und
bei Ferienimmobilien ist nicht zu erkennen. Inmehr als der
Hälfte der berücksichtigten Standorte erwartet
Engel&Völkers einenweiterenAnstiegder Kaufpreise für
Wohnimmobilien. Dieser wird allerdings nicht so stark
ausfallenwie in denVorjahren. ImMietsegment wird ins-
besondere inUniversitätsstädtenwieAachen, Nürnberg,
Leipzigund Jenamit einemAnziehender Preisegerechnet.
Obdievonder Politik initiierteMietpreisbremsedazubei-
tragenkann, dieMietsteigerungen signifikant zudrosseln,
bleibt abzuwarten. ZahlreicheMarktteilnehmer, darunter
u. a. der Bundesverband Freier Immobilien- undWoh-
nungsunternehmen (BFW), erwarten für 2015 sogar nega-
tiveAuswirkungen für die Baufertigstellungen, was den
Marktweiter unterDruck setzenkönnte.DieEntwicklung
stellt sich jedochdeutschlandweit regional differenziert dar.
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DeutschlandsMarkt fürWohnimmobilien
AnhaltenderNachfrageüberhang
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